Organisieren wie Marie Kondo

Loslassen, sich neu sortieren und nach den wirklichen Glücksbringern im Zuhause suchen. Erhalte hier 10 Tipps, wie du nach der “KonMari” Methode aufräumst.



Du hast meinen vorherigen Blog über “Ordnung - Struktur - Freiraum schaffen” gelesen und bist begeistert!

Du willst gleich loslegen, aber weißt nicht genau wie? Hier erfährst du mehr über das “Magic Cleaning” der berühmten japanischen Aufräum-Ikone Marie Kondo.


1. Erst reflektieren, dann organisieren


Am Beginn steht die Analyse, welches neue Leben möchtest du haben, was sind deine Wünsche und Ziele? Was macht dich tatsächlich glücklich? Nach diesem Prozess wirst du dich von einer anderen Seite kennen lernen. Nicht nur deine Wohnung wird aufgeräumt, sondern auch du selbst!


2. Das Aufräumen ist ein Fest


Siehe das Aufräumen als ein Fest, als einen besonderen Anlass. Ein einziges Mal groß aufräumen und fertig für immer! Die Devise lautet: “Komplett entrümpeln - in einem Rutsch - in kurzer Zeit und perfekt!” Denn ein Fest ist auch zeitlich begrenzt und keine Dauerparty!


3. Der Schock über den eigenen Überfluss


Wir besitzen zu viel. Das wird uns erst bewusst, wenn wir alles gesammelt auf einem Haufen liegen sehen! Auf diesen “Schock” setzt Marie Kondo gezielt. Denn nur dadurch wird ein drastischer Bewusstseinswandel ausgelöst und Gewohnheiten durchbrochen! Also alle Kleidungsstücke aus dem Kasten, dem Keller, den Nebenräumen holen und vor sich ausbreiten! Dasselbe mit den Kinderspielsachen, die mit Sicherheit verstreut im ganzen Haus herumliegen. Du wirst wohl nie mehr behaupten “nichts zum anziehen zu haben” oder dass die Kinder “nichts zum Spielen” hätten.


4. Nur das behalten, was ein Glücksgefühl hervorruft


Umgebe dich in Zukunft nur mit Dingen, die dich glücklich machen! Wie du das herausfinden willst? Nimm jedes Teil - wirklich jedes - in die Hand. Drücke es an dich und entscheide ob es ein “Glücksgefühl” in dir auslöst. Nach einer gewissen Zeit wirst du Übung darin haben und schnell entscheiden, was zu deinem zukünftigen Leben passt und was nicht (mehr).

Trenne dich von allen anderen Dingen! Ausnahmslos! Laut Marie Kondo ist das Abwerfen von Ballast extrem wichtig für den Start in eine neue, aufgeräumte Zukunft. Und bedenke: Die Menge des Behaltenen bestimmst du, nicht eine Regel. Jeder braucht andere Mengen zum Glücklichsein!


5. Bedanken und Wertschätzen


Ganz wichtig bei Marie Kondo ist die Wertschätzung der Dinge. Bedanke dich vor dem Weggeben bei dem Teil, es hat damals ja einen Zweck erfüllt oder hat eine Geschichte zu erzählen. Das klingt komisch? Probier es aus, du wirst sehen die Trennung fällt umso leichter!


6. Aufräumen nach Kategorie, nicht nach Zimmern


Werfe deine üblichen Aufräum-Angewohnheiten über Bord, denn Marie Kondo räumt strikt nach Kategorien auf: Zuerst ist der Kleiderschrank dran. Danach sind Bücher, Stapel mit Magazinen, Zeitungen und Papier sowie Kleinkram an der Reihe. Zu guter Letzt setzt du dich mit deinen Erinnerungsstücken auseinander. Die Reihenfolge ist wichtig, um mit dem “einfachen” zu beginnen, also der Kleidung. Hier können die meisten beurteilen, ob sie ein Teil “glücklich macht” oder nur Ladenhüter ist.


7. Festen Aufbewahrungsort bestimmen


Wenn der Aufräum Prozess abgeschlossen ist, bestimme einen Aufbewahrungsort für jedes Ding. Einen festen Platz, wohin du es nach seiner täglichen Benutzung zurück legst. Zeige Dankbarkeit nach dem Gebrauch, die Dinge dürfen sich ausrasten bis zum nächsten Einsatz.


8. Das Glück liegt im Detail


Nach dem Aussortieren ordne deine verbliebenen Sachen wieder ein - übersichtlich und ansehnlich in Schubladen, kleinen Kisten und Boxen. Schmuck bekommt hier die “Königinnen Behandlung” und wird besonders hübsch, beinahe wie im Geschäft, verstaut. Für Kleidung hat sich die Roll-und Falttechnik von Marie Kondo bewährt. Dadurch können viele Teile “stehend” verstaut werden. Dies schafft nicht nur Platz, sondern auch Übersicht. Wenn du auch noch die “aufsteigende Energielinie” beachtest, also Kleidung nach Farben und Schwere sortiert einräumst, wird dir dieser Anblick jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ich schwörs!


9. Die Familie macht nicht mit


Wichtig ist, dass du nur deine eigenen Sachen ausmistest. Niemals die von anderen! Selbst kleine Kinder sollten mit eingebunden werden und in gewissem Maße selbst über ihre verbliebenen Lieblingsstücke entscheiden.

Und hast du Bedenken, dass das Chaos bald wieder zurückkehrt: Wenn der Einstieg in ein “ordentliches” Leben erst einmal geschafft ist, entwickelt sich das Aufräumen rasch zum Selbstläufer - auch dein Partner und deine Kinder werden mitmachen, du wirst sehen!


10. Dein neues aufgeräumtes Leben


Ab jetzt fängt dein neues, aufgeräumtes Leben an. Du wirst schnell bemerken, dass du nichts vermisst. In Zukunft willst du nur noch Produkte kaufen, die du benötigst und mit denen du dich bewusst umgeben willst.


Du bist noch unsicher? Vielerorts helfen “Aufräum-Coaches” bei den ersten Schritten.

Und wenn durch das Aufräumen plötzlich “Leere” entsteht - helfe ich dir gern dabei, diesen freien Raum in deinen Lieblingsplatz zu verwandeln!