10 WOHNfühl Tipps

Ich verrate dir 10 Tipps, wie du dich in deinem Zuhause wohlfühlst. Wie du deine Räume optimal nutzen und verborgenes Potenzial entdecken kannst!


1. Zweck


Jeder Raum des Hauses sollte einen Zweck haben und durchdacht sein. Überlege dir, welche Tätigkeiten du in dem Raum hauptsächlich machen willst und setze danach die Prioritäten.


Es macht keinen Sinn, einen kleinen Raum, der hauptsächlich fürs Home Office genutzt wird, auch als Gästezimmer, als Sportzimmer, als zweites Fernsehzimmer zu adaptieren. Oberste Priorität hat hier der Schreibtisch - mit richtiger Positionierung und genug Platz und Stauraum.


2. Zonierung


Zonierung ist wichtig, vor allem beim Einrichten von offenen Wohnräumen wie heute.

Hier ist jeder Tätigkeit (wie zB kochen, essen, relaxen, fernsehen) ein eigener Bereich zu geben. Aber auch in kleinen Wohnungen sollte eine klare Trennung vorherrschen, vor allem wenn Schlafen und Wohnen in einem Raum stattfindet.


Eine Abgrenzung kann erfolgen anhand von Pflanzen, Teppichen, Fußbodenbelag oder man teilt den Raum anhand von Regalen, Möbeln oder Paravents. Eine gemütliche Leseecke könnte aus Lesestuhl, Teppich und Stehlampe bestehen. Gruppiere und zoniere, anstatt alle Möbel im Zimmer zu verteilen.


3. Farben


Bringe Farben in deine Räume. Farben haben große Auswirkung auf deine Stimmung und Gesundheit. Ob Wandfarbe, Tapete, bunte Zierkissen oder Accessoires - Farbe lässt sich überall einbringen. Wähle für größere Flächen (zB Couch, Wand) ruhige Farben und setze Akzentfarben für kleinere Flächen ein. Setze bei Zierkissen auf Muster! Muster beleben den Raum und brechen große Flächen wie eine einfarbige Couch auf!


Du bist noch immer zögerlich wenns um Farbe geht? Fange mit Naturfarben an, wie Grün in Pflanzen und reinem Holz. Dazu lässt sich fast alles kombinieren und es öffnet den Raum für weitere Farben.


4. Wiederholung & Verbindung


Wiederhole die Farben, Textilien und Materialien in allen Räumen, so schaffst du eine Verbindung. Gerade im offenen Wohnbereichen von heute ist ein harmonisches Farb- und Materialkonzept von großer Bedeutung. Aber auch ältere Häuser, wo unterschiedliche Böden und Möbelteile aufeinander treffen, können durch ein einheitliches Farbkonzept harmonisiert werden.


Setze die Verbindung auch nach außen fort! Großflächige Fensterfronten lassen den Blick nach draußen frei, Schiebetüren verlängern das Wohnzimmer. Damit hier kein Stilbruch stattfindet, wähle für deine Terrasse dieselben Farben und Materialen wie für den Wohnbereich.


5. Richtige Beleuchtung


Die richtige Beleuchtung ist der Grundstock. Denn wer sitzt schon gern bei Neonlicht vorm Fernseher? Wichtiger Grundsatz: Jeder Tätigkeit ihr eigenes Licht! Also genau dort, wo du zB kochst, liest oder isst - dort sorge für ausreichend helles Licht.


Setze die Beleuchtung gezielt ein und vermeide eine großflächige Beleuchtung wie im Kaufhaus. Greife auf dimmbare Lampen zurück und schaffe eine Abwechslung zwischen Decken- und Hängelampen sowie Stehlampen. Kerzen am Tisch oder Kaminfeuer sorgen für den Kuschelfaktor.


6. Aufräumen & Ausmisten


Ein Zuviel (an Gerümpel) stockt die Lebensenergie. Alte Dinge halten einem an der Vergangenheit fest, unliebsame Dinge ziehen einen runter und schwächen! Das besagen schon die Lehren des Feng Shui und die japanische Aufräum-Ikone Marie Kondo.


Du kennst das, hast auch Dinge im Haus, die dir buchstäblich die “Energie rauben”? Dann ist jetzt die Zeit, dich davon zu trennen! Du ärgerst dich jedes Mal über die kaputte Lade oder das Chaos im Eingangsbereich? Rechne zusammen wie viele Minuten dies im ganzen Jahr sind und warum du diese negative Energie nicht umwandelst und endlich tätig wirst!


Schaffst du es dennoch nicht, Ordnung zu halten, empfehle ich geschlossene Fronten beim Mobiliar! Sind etwa ⅔ der Fronten geschlossen, kann darin Kleinkram verschwinden. In den verbliebenen offenen Regalen platziere deine liebsten Deko-Objekte! Dies schafft Energie anstatt sie dir zu rauben!



7. Rückzugsorte & Lieblingsplatz schaffen


Mehr denn je ist es wichtig, dass jedes Familienmitglied seinen eigenen Rückzugsort hat. Ein Platz, wo du dich zurückziehen kannst, um Energie zu tanken und abzuschalten. Ein Platz, wo du mit einem Buch, entspannender Musik oder einfach deinem Lieblingsgetränk für einen kurzen oder langen Moment verweilst.

Dieser Platz sollte mit Dingen umgeben sein, die dir lieb und wichtig sind.


Denke nach, wohin gehst du zuerst, wenn du nach Hause kommst? Hast du bereits so einen Lieblingsort? Wenn nein, wo könntest du dir so ein “Lieblingsplatzerl” einrichten?



8. Wohlfühl Faktor steigern & anregende lebendige Räume schaffen


Teppiche: Ein Teppich kann als Zonierung gut eingesetzt werden, er sollte aber unbedingt groß genug sein und die Couch zur Gänze umfassen. Zu kleine Teppiche wirken fehl am Platz, der Teppich muss zur Proportion der Couch passen!


Vorhänge/Seitenteile: Sie verleihen dem Raum den Kuschelfaktor, erzeugen Gemütlichkeit und wirken schallabsorbierend. Du hast vielleicht schon den Unterschied festgestellt, wenn du deine Vorhänge zum Waschen abgenommen hast?


Grünpflanzen: Sie spenden nicht nur Sauerstoff sondern fungieren auch als Farbtupfer, als Raumteiler und Accessoire (Pflanze mit schönem Übertopf). Beachte: je dunkler das Blatt, desto mehr Schatten braucht die Pflanze.


Altes Möbelstück: Ein einziges antikes/altes Möbelstück kann den ganzen Raum verändern! Gerade in der heutigen Zeit, wo alles geradlinig und die Häuser ohne “Ecken und Kanten” sind, kann ein Erbstück für mehr Tiefe und Wärme sorgen.


Spiegel: Macht den Raum größer und heller. Bringst du den Spiegel gegenüber einer schönen Aussicht oder einem tollen Bild an, verdoppelst du das Schöne! Aber Achtung: Gegenüber dem Bett sollte kein Spiegel platziert sein.


Hängende Elemente: Damit die Energie zirkulieren kann und der Raum belebt wird, eignen sich hängende Elemente hervorragend wie zB Hängepflanzen, Windspiele, Pendelleuchten.


Runde Formen: Runde und organische Formen sind zurzeit angesagt wie nie. Es gibt eine Fülle an runden Tischen, Spiegeln, Teppichen und Vasen. Sie wirken ausgleichend und gerade in der hektischen Zeit von heute bringen sie Ruhe und Harmonie in den Wohnbereich.


Gruppierungen: Statt alle Dekoelemente verstreut im Raum zu verteilen oder ein Bild nach dem anderen an der Wand aufzufädeln, arrangiere es in Gruppen! Am besten in einer ungeraden Zahl (ideal sind 3 Stück) zusammen platziert und schon schaffst du einen Blickfang. Lass dazwischen immer freie Flächen damit sich das Auge “erholen” kann.


Eingangsbereich: Ist die Visitenkarte der Bewohner. Hier fließt die Energie gebündelt ein und aus. Der Bereich sollte deshalb einladend gestaltet, ausreichend beschildert, sauber und aufgeräumt sein! Denn es ist das erste was ich sehe, wenn ich heimkomme! Es soll ein schönes Gefühl auslösen und mich willkommen heißen. Schöne Blumen, eine aufgeräumte Garderobe, ein Türkranz … all dies setzt beim Eintreten positive Energie frei. Denke daran, wenn du das nächste Mal deine Tür aufmachst.


9. Probesitzen & Ausprobieren


“Probieren geht über Studieren!” Ich empfehle immer “probe zu sitzen”, wenn zB ein besserer Ort für den Schreibtisch oder die Couch gesucht wird. Wie fühlt sich diese neue Position an, welchen Ausblick habe ich hier? Gerade hier kommt unser uralter Instinkt zum Tragen: dass ein geschützter Rücken (Rücken zur Wand) und eine freie Sicht nach vorne die beste Position ist!


Probier die neue Möbelanordnung einfach aus! Durch umstellen finden sich oft neue und bessere Lösungen. Ein guter Tipp: Fotografiere den Raum, es hilft dabei die Perspektive zu wechseln und deine Räume neu zu entdecken.



10. Ungenutzte Räume & ungenutztes Potential


Du hast bis jetzt alle 9 Punkte durchgearbeitet und es gibt immer noch einen Raum, der ungenutzt bleibt? Der als Abstellplatz fungiert, wobei er dafür doch zu schade ist? Ein Möbelstück das keiner beachtet, eine Couch auf der keiner sitzt?


Dann solltest du analysieren, warum dies so ist!

Ist es vielleicht die Couch vom Vormieter, die du innerlich ablehnst? Ist der Raum noch ein “Durchgangsraum”, der einfach nicht gemütlich genug eingerichtet ist? Wurde für den Raum noch kein Zweck gefunden, wofür du ihn sinnvoll nutzen könntest?


Gehe den Gründen auf die Spur! Es lohnt sich, wenn jeder Quadratmeter optimal genutzt wird! … Vielleicht könnte ja hier dein Lieblingsplatzerl entstehen!


Wenn du Hilfe bei einigen Punkten brauchst, melde dich bei mir! Ich unterstütze dich am Weg zu deinem WOHNfühl-Raum!